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Geschichte der Schwäbischen Seele

Der Ursprung des Namens wird mit dem Fest Allerseelen in Verbindung gebracht. Dieses knüpft vermutlich an ein vorchristliches Totenfest an, was die zahlreichen, bis heute erhaltenen kultischen Bräuche bezeugen. An der Wende vom Herbst zum Winter die "armen Seelen" mit Speiseopfern zu bewirten, versprach Erntesegen im darauffolgenden Jahr. Später bedachte man Bedürftige mit "Seelenbroten" und anderem Gebäck.

Eine weitere nicht belegte, aber volkstümliche Begründung ist, dass ein Bäcker zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges in Ravensburg das Gelübde ablegte, jedem Bettler jedes Jahr zu Allerseelen ein Brot zu schenken, wenn die Pest an Ravensburg vorbeiziehen würde. Aus dem großzügigen Gelübde wurden aus (schwäbischer) Sparsamkeit schließlich die Schwäbischen Seelen.

 

Herstellung

Für die Herstellung unserer oberschwäbischen Seelen verwenden wir einen Weizenvorteig, der bei einer Temperatur von ca. 30 Grad Celsius bis zu 8 Stunden reift. Die richtige Verarbeitung des Seelenteiges ist nicht ganz einfach und erfordert Geduld und Erfahrung. Der Teig wirft in der Regel große Luftblasen. Aufgrund des sehr weichen Teiges verläuft die handgeformte Seele beim Backen auf den ca. 220 Grad Celsius heißen Steinplatten und erhält erst dadurch ihre typisch unregelmäßige Form. Wir bezeichnen unsere Seelen deshalb als "nassgebacken", weil wir mit einer sehr hohen Feuchtigkeit im Backofen (Schwadengabe) arbeiten.